Proof of Concept (PoC)
BDA Genesis wird am besten in einem klar begrenzten Piloten mit explizitem Scope und messbaren Governance-Ergebnissen bewertet.
Ziel
Prüfen, ob diagnostische Ableitungswege explizit, reviewfähig und auditfähig gemacht werden können – ohne Expertenurteil zu ersetzen.
Empfohlener PoC-Scope
- 2–3 wiederkehrende Schaden-Archetypen
- eine kleine, repräsentative Aktenstichprobe je Archetyp
- definierte Reviewer (Schaden/Technik/Underwriting/Legal – je nach Bedarf)
Inputs (typisch)
- Akte/Unterlagen (Gutachten, E-Mails, Sanierungsvorschläge)
- Fotodokumentation
- verfügbare Messdaten (soweit vorhanden)
- Basis-Metadaten (Jurisdiktion, Schadenart, Timeline)
Outputs (Deliverables)
- Trace Pack (je Fall): strukturierter Ableitungsweg, Annahmen, Prüfungen, Unsicherheiten, entscheidungsrelevante Signale
- Governance Summary (Portfoliosicht): Konsistenzlücken, Varianztreiber, Review-Hotspots
- Measurement Report: vereinbarte KPIs, Baseline vs. PoC-Periode, Interpretationshinweise
Messplan (Beispiele)
- Durchlaufzeit in ausgewählten Archetypen
- Wiedereröffnungen / Klärungsfrequenz
- Dokumentationsvollständigkeit für Audit/Review
- Eskalationshäufigkeit und Nachvollziehbarkeit der Begründungen
Abgrenzung
BDA Genesis automatisiert keine Entscheidungen und ersetzt kein Expertenurteil.
Der PoC dient der Auditierbarkeit von Ableitungen – nicht der Verlagerung von Verantwortung.