Fallstudien (Referenz-Archetypen)
BDA Genesis ist für diagnostische Ambiguität konzipiert – dort, wo Schlussfolgerungen plausibel wirken, der Ableitungsweg jedoch schwer rekonstruierbar ist.
Diese Archetypen sollen keine ‘Kennzahl beweisen’, sondern zeigen, ob Ableitungslogiken explizit, prüfbar und auditfähig gemacht werden können.
Fall 1: Feuchte vs. Leitungswasser
Warum das relevant ist
Die Ursachenklassifikation steuert Deckungsinterpretation, Sanierungsumfang, Regressstrategie und Streitdynamiken.
Typische Reibungspunkte
- uneinheitliche Terminologie über Dienstleister und Jurisdiktionen hinweg
- implizite Annahmen (‘muss Kondensation sein’) ohne explizite Prüfungen
- fehlende Brücke zwischen Beobachtung und entscheidungsrelevanten Signalen
Was BDA Genesis ergänzt
- explizite Hypothesenstruktur (was wird angenommen, was wird geprüft, was bleibt unsicher)
- nachvollziehbares Mapping von Beobachtungen zu entscheidungsrelevanten Signalen
- auditfähige Dokumentation für unabhängige Reviews
Fall 2: Kondensation / Wärmebrücken und Sanierungsvorschläge
Warum das relevant ist
Physik, Nutzungsprofile und Sanierungsvorschläge kollidieren häufig. Streit entsteht weniger aus fehlender Expertise als aus fehlender Nachvollziehbarkeit.
Typische Reibungspunkte
- selektive Evidenz (Fotos ohne Klimakontext – oder umgekehrt)
- Sanierungsvorschläge ohne falsifizierbare Ableitungskette
- unklare Trennung zwischen bauphysikalischer Bewertung und Nutzerverhaltensnarrativen
Was BDA Genesis ergänzt
- deterministische Ableitungsstruktur (Annahmen, Schwellen, Prüfungen)
- Trennung von Beobachtung, Interpretation und Empfehlung
- expliziter Umgang mit Unsicherheit und Review-Prompts
Nächster Schritt: Proof of Concept
Fall-Archetypen werden operativ erst relevant, wenn sie an realen Akten mit messbaren Ergebnissen geprüft werden.
Abgrenzung
Wichtig: BDA Genesis automatisiert keine Deckungs-, Haftungs- oder Schadenentscheidungen.